Wien,
23
Mai
2013
|
00:00
Europe/Vienna

Gas geben bei Gegenwind

Wien, 23. Mai 2013 – Trotz Krise sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Motor für das österreichische Wirtschaftswachstum. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Regus, dem weltweit größten Anbieter von flexiblen Arbeitsplatzlösungen. Hinter den KMU stehen tatkräftige Visionäre, die einst als Gründer ein Start-up ins Leben riefen. Was für die einen schon immer ein Traum, begann für andere gezwungenermaßen, beispielsweise aufgrund eines Jobverlusts. Doch nahezu alle österreichischen Umfrageteilnehmer (96 Prozent) sind sich einig: Die Selbstständigkeit war ein Schritt in die richtige Richtung. Weltweit würden 85 Prozent erneut dies jederzeit wieder tun.Die Studie, bei der mehr als 26.000 Führungskräfte und Geschäftsinhaber in über neun Ländern befragt wurden, deckt auch Hürden und Motivationsbremsen auf: 76 Prozent der österreichischen Unternehmer (weltweit 74 Prozent) bewerten den bürokratischen Aufwand als größtes Hindernis bei der Firmengründung, dicht gefolgt von einer schwierigen Kreditvergabe (75 Prozent, weltweit 76 Prozent) und fehlenden staatlichen Unterstützungen (50 Prozent, weltweit 61 Prozent). Für über 40 Prozent stellt die Marktdominanz großer und staatlicher Unternehmen ein weiteres Hindernis dar (weltweit 48 Prozent) sowie die aktuell schlechte Wirtschaftslage (40 Prozent, weltweit 55 Prozent).„In welchem Zustand wäre wohl die österreichische Volkswirtschaft, gäbe es nicht entschlossene und mutige Firmengründer“, meint Alisa Kapic, Country Manager Austria bei Regus. „Trotz den zahlreichen Herausforderungen und den wirkungslosen staatlichen Initiativen blicken Kleinunternehmer optimistisch in die Zukunft.“ „Gerade der Mittelstand sorgt in schwierigen Zeiten für den benötigten wirtschaftlichen Aufschwung, während Großunternehmen oft nur ein Ziel vor Augen haben: sparen“, bemängelt Bärbel Busch, Gründerin von BIZfit.DE. „Es wäre wünschenswert, dass die Regierung kleine und mittelständische Unternehmen noch mehr unterstützt, schließlich kommen diese für die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes auf. Trotzdem kann ich sagen: Der Schritt in die Selbstständigkeit war der einzig richtige. Ich würde es jederzeit wieder tun.”Kleine und mittelständische Unternehmen gelten als „Wachstumsmotor“ der Volkswirtschaft. Sie stellen fast 99 % aller Unternehmen und sind für 40 bis 50 % des BIP verantwortlich. Weltweit ist jeder zweite Arbeitsplatz bei einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen. Dennoch erhalten sie nur einen Bruchteil aller in den G20-Staaten getätigten Investitionen.„Der Mittelstand muss weiter am Ball bleiben und geschickt vorgehen, um die aktuelle Krise erfolgreich zu meistern“, ist Kapic überzeugt. „Aufgrund der fehlenden staatlichen Förderungen wünschen sich Firmen weiterhin größtmögliche Flexibilität. So vermeiden sie langfristige Mietverträge, um mit den verfügbaren finanziellen Mitteln in das Wachstum des eigenen Unternehmens zu investieren.” Die vollständige Regus Studie findet sich hier: http://bit.ly/182eHYX