Wien,
07
März
2013
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Europe/Vienna

Zwischen Windel und Schreibtisch: Frauen in der Doppelrolle

Wien, 7. März 2013 – Am 8. März ist Weltfrauentag. Doch Frauen, die Familie und Job unter einen Hut bringen wollen, haben es in Österreich oft noch immer schwer – insbesondere in zeit- und arbeitsintensiven Führungspositionen. Dabei scheint die Zauberformel klar: Flexibilität, Krippenplätze in Arbeitsnähe, Videokonferenzen statt langen Geschäftsreisen und mehr Jobsharing sind für Österreicher die Kernelemente, um Mütter ins Berufsleben zurück zu holen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Regus unter mehr als 26.000 Teilnehmern in über 90 Ländern. Experten sind sich einig: Ein hoher Anteil an weiblichen Mitarbeitern ist unverzichtbar, um das Wachstum in Unternehmen voranzutreiben. Und trotzdem ist der Wiedereinstieg ins Berufsleben für Frauen mit Kind schwer. Hier sind dringend konstruktive Lösungen gefragt.Mütter sind dabei nicht nur im Hinblick auf die volkswirtschaftliche Entwicklung unverzichtbar. Umfrageteilnehmer bestätigen auch ihren positiven Effekt auf Unternehmensebene. Zeitaufwendige Einarbeitung und Schulen von Neueinsteigern entfällt, dafür steigt die Produktivität. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit früheren Umfragen von Regus: Demnach würden 56 Prozent aller Firmen weltweit die Rückkehr aus dem Mutterschutz auch in Teilzeitarbeit begrüßen. So bleiben wertvolles Fachwissen und Erfahrung im Unternehmen. 72 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Organisationen, die die Teilzeitarbeit außer Acht lassen, eine wertvolle Gruppe ihres Mitarbeiter-Pools verlieren. In der aktuellen Studie sehen die meisten Befragten in weiteren Urlaubstage die am wenigsten überzeugende Maßnahme, um Frauen nach dem Mutterschutz den Wiedereinstieg zu erleichtern. Das zeigt: Es sind radikale Änderungen der Arbeitsprozesse nötig , nicht unbedingt zusätzliche Freizeit. Weitere Ergebnisse

  • Die beste Unterstützung, um Müttern den Arbeitseinstieg zu erleichtern, sehen Österreicher in:
    • flexiblen Arbeitszeiten (97 Prozent)
    • der Möglichkeit, näher am Wohnort zu arbeiten (96 Prozent)
    • Krippenplätzen in Büronähe (95 Prozent)
    • Jobsharing (80 Prozent)
    • dem Verzicht auf bestimmte Geschäftsreisen durch Nutzung von Videokonferenzen (71 Prozent)
    • Nur 64 Prozent der Befragten glauben, dass zusätzliche Urlaubstage einen guten Anreiz schaffen
    • Gleichzeitig sind 56 Prozent der Meinung, dass berufstätige Mütter die Unternehmensproduktivität steigern
Alisa Kapic, Country Manager Austria bei Regus, sagt: „Die Vorteile einer schnellen Rückkehr aus dem Mutterschutz liegen auf der Hand. Unternehmen profitieren von erfahrenen und bereits eingearbeiteten Angestellten, müssen weniger neue Mitarbeiter einstellen und steigern die Produktivität. Trotzdem nutzen viele Firmen das Potenzial dieser hochqualifizierten Frauen kaum. Oft stehen Mütter vor der Schwierigkeit, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.“ Er fügt hinzu: „Die aktuelle Umfrage zeigt, dass für die Mehrheit der Beschäftigten flexible Arbeitszeiten und -orte als Lösung entscheidend sind, um Frauen nach einer Auszeit die Rückkehr in das Berufsleben zu erleichtern. Firmen sollten sich also stärker auf flexible Job-Modelle konzentrieren, um diese wertvollen Ressourcen nicht zu verlieren.“Hinweise an die Redaktion:Für die Studie wurden im Januar 2013 mehr als 26.000 Beschäftige in über 90 Ländern befragt. Die Teilnehmer stammen aus der Regus Kontaktdatenbank mit über einer Million Geschäftskontakten, darunter zahlreiche Führungskräfte und Geschäftsinhaber auf der ganzen Welt. Sie wurden nach den wichtigsten Maßnahmen gefragt, mit denen man Frauen nach dem Mutterschutz den Einstieg ins Arbeitsleben erleichtern kann. Des Weiteren wurden sie gebeten, eine allgemeine Einschätzung zur Rolle von Müttern zu geben, die in das Berufsleben zurückkehren. Die Umfrage wurde von dem unabhängigen Drittunternehmen MindMetre (www.mindmetre.com) durchgeführt und ausgewertet.Weitere Informationen finden Sie auch unter: http://wp.me/p2ow6S-5G