Wien,
23
Juli
2013
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Europe/Vienna

Österreicher können auch im Urlaub nicht von der Arbeit lassen

Wien, 23. Juli 2013 – Die Österreicher sind im Ferienmodus. Ganz Österreich? Vermutlich nicht, denn neben Badehose und Sonnencreme packen viele scheinbar auch den Job mit ein: Knapp ein Drittel der österreichischen Berufstätigen arbeitet im Urlaub ein bis drei Stunden am Tag. Sieben Prozent opfern täglich sogar mehr als drei Stunden, und 14 Prozent könnten eigentlich gleich zu Hause bleiben – sie sind im Urlaub fast genauso viel im Einsatz wie sonst. Die – teils doch recht erschreckenden – Zahlen sind die zentralen Ergebnisse einer Studie, die im Auftrag von Regus, einem Anbieter für flexible Arbeitsplatzlösungen, durchgeführt wurde. Das Marktforschungsinstitut Mindmetre befragte dafür 26.000 Berufstätige aus über 90 Ländern, 144 davon aus Österreich.Frauen entspannen besserDen weltweit befragten Frauen fällt es laut der Studie leichter als den Männern, die Arbeit zu Hause zu lassen: So geben stolze 42 Prozent der berufstätigen Männer zu, im Urlaub nahezu im gewohnten Umfang beispielsweise Anrufe entgegen zu nehmen oder E-Mails zu beantworten. Beim weiblichen Geschlecht sind es dagegen nur 34 Prozent. Weniger als sonst, jedoch immer noch mehr als drei Stunden pro Urlaubstag im Einsatz und erreichbar sind 18 Prozent der Männer und 16 Prozent der Frauen. 44 Prozent der Männer und gut ein Drittel der Frauen investieren immerhin noch ein bis drei Stunden in ihre Arbeit.Während Japaner sich als Holiday-Workaholics outen, sind Österreicher entspanntIm internationalen Vergleich sind die Österreicher aber noch richtig relaxt:

  • Die Gruppen derjenigen, die sich trotz Strandfeeling oder Bergpanorama nicht vom gewohnten Pensum abbringen lassen oder der Aussicht zumindest für bis zu drei Stunden am Tag die Arbeit vorziehen, macht weltweit je rund 40 Prozent aus.
  • Als Holiday-Workaholics outen sich die Japaner: 68 Prozent unterscheiden hier scheinbar nicht zwischen Arbeitszeit und Erholung und ziehen Ihren Tagesablauf durch.
  • Auch Amerikaner und Briten können schwerer von ihrer Arbeit lassen als die Österreicher: 56 beziehungsweise 35 Prozent opfern ein bis drei Stunden Urlaubszeit je Tag. Jeder zweite befragte Amerikaner und jeder dritte Brite erledigt weiterhin ganztags seinen Job – nur eben am Strand statt im Büro.
„Urlaub sollte der Erholung dienen“Alisa Kapic, Country Manager Austria bei Regus, meint: „Unser Studie zeigt, dass sich Berufstätige häufig schwer damit tun, ihre Arbeit für die schönsten Wochen des Jahres komplett ruhen zu lassen. Die Mehrarbeit kommt den Unternehmen und Geschäftsleuten sicherlich zu Gute. Die Frage ist nur, zu welchem Preis – gerade der Urlaub soll ja der Erholung dienen und ist damit wesentlicher Teil der Work-Life-Balance. Den Frauen scheint es besser als den Männern zu gelingen, im Urlaub den Job mal Job sein zu lassen – da sollten sich die Männer noch eine Scheibe abschneiden!“