Wien,
01
Oktober
2013
|
00:00
Europe/Vienna

Österreichische Firmen misstrauen mobilen Mitarbeitern

Wien, 1. Oktober 2013 – Die Hälfte aller Berufstätigen in Österreich sind bereits mobil im Einsatz. Doch nur 41 Prozent der Führungskräfte glauben hierzulande, dass sich Mitarbeiter effektiv aus der Ferne managen lassen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Regus-Studie, dem führenden Anbieter von flexiblen Arbeitsplätzen. Damit misstrauen österreichische Personalverantwortliche ihren Angestellten mehr als jene in anderen Ländern, obwohl Österreichs Anteil an flexiblen Arbeitnehmern genau im globalen Durchschnitt liegt (48 Prozent). Weltweit sind über die Hälfte (55 Prozent) der mehr als 26.000 Umfrageteilnehmer der Meinung, dass das Management mobiler Mitarbeiter möglich ist. Ein Grund für die Bedenken der Österreicher könnte sein, dass es an Schulungen zur Führung mobiler Mitarbeiter und an entsprechenden Managementtechnologien mangelt. Auch Firmen in Deutschland sind skeptisch gegenüber dem so genannten Remote Management: Nur etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) glaubt, dass sich Angestellte aus der Ferne problemlos führen lassen. Im Gegensatz dazu stehen französische Personalverantwortliche dem Thema offen gegenüber: Hier gehen 62 Prozent davon aus, dass sich flexibles Arbeiten gut umsetzen lässt, sofern die Führungskräfte entsprechend geschult sind. Ähnlich positiv eingestellt sind Firmen aus den BRICS-Staaten. In Indien, Brasilien, China und Mexiko halten überdurchschnittlich viele Befragte das Remote Management für machbar. In diesen Ländern werden für mobile Mitarbeiter aber auch spezielle Reporting Systeme und Videotelefonie stärker genutzt.„Von flexiblem Arbeiten profitieren alle Beteiligten – sofern Personalverantwortliche wissen, wie sie ihre Mitarbeiter auch aus der Ferne managen können“, sagt Alisa Kapic, Country Manager Austria bei Regus. „Die Firmen, mit denen wir sprechen, bestätigen, dass Vertrauen und Freiheit dabei eine wichtige Rolle spielen. Gelingt dieser Balanceakt, liegen die Vorteile auf der Hand: Unternehmen profitieren von einer größeren Produktivität, einer verbesserten Mitarbeiterbindung und niedrigeren Betriebskosten.“Ein Beispiel für das gute Zusammenspiel zwischen flexiblen Arbeitsmodellen und Remote Management ist Aetna: Bei dem amerikanischen Krankenversicherer haben insgesamt 14.500 der 35.000 Mitarbeiter kein festes Büro mehr.1 Damit die Produktivität nicht darunter leidet, bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern und ihren Vorgesetzten Schulungen an, in denen sie lernen, die Mobilität im Berufsalltag möglichst effektiv einzusetzen.Weitere Ergebnisse für Österreich im Überblick:

 

  • Derzeit nutzen erst 17 Prozent der österreichischen Firmen spezielle Reporting Systeme, um die Produktivität ihrer Angestellten zu prüfen (weltweit sind es 37 Prozent).
  • Nur 27 Prozent der österreichischen Führungskräfte nutzen Videotelefonie, um mit ihren Mitarbeitern zu kommunizieren (weltweit sind es 43 Prozent).
  • Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der österreichischen Personalverantwortlichen machen sich Sorgen, wie ihre mobilen Angestellten die Zeit nutzen (weltweit sind es 54 Prozent).
  • Knapp die Hälfte (47 Prozent) ist der Meinung, dass Remote Management ein professionelleres Verhältnis zu den flexiblen Mitarbeitern fördert (weltweit sind es 39 Prozent).

 

[1] Reuters.com, „In telecommuting debate, Aetna sticks by big at-home workforce“, 1. März 2013