Wien,
14
März
2013
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Europe/Vienna

Zwischen Milchschaum und Laptop

Wien, 14. März 2013 – Kaum Privatsphäre, erhöhte Diebstahlgefahr und fehlende Büroausstattung: Das sind für Beschäftigte in Österreich die Kernargumente gegen eine Nutzung von Cafés als regelmäßige Arbeitsplätze. So lautet das Ergebnis einer von Regus durchgeführten Umfrage unter 26.000 Fachkräfte in über 90 Ländern. Damit steht die Studie im Einklang mit einer früheren Umfrage von Regus, in der 64 Prozent aller Befragten angaben, nur professionelle Business Center bieten eine erstklassige und produktive Geschäftsumgebung.Viele Berufstätige mögen Cafés als Arbeitsplatz. Gelockt werden sie mit einem kostenlosen Internet-Zugang und Kaffee-Genuss in lockerer, moderner Atmosphäre. Zwar lassen sich dort Berichte lesen, E-Mails schreiben oder kurze Gespräche mit Kollegen führen. Doch ist ein produktives, sicheres oder professionelles Arbeiten auf Dauer nicht möglich. Der hohe Geräuschpegel, fehlende Drucker, Scanner und Kopierer sowie neugierige Tischnachbarn schrecken jeden Arbeitswilligen ab.Weitere Ergebnisse

  • Die größten Nachteile sehen österreichische Arbeitnehmer in:
    • einer eingeschränkten Privatsphäre und dem mangelhaften Schutz vertraulicher Dokumente (75 Prozent)
    • der erhöhten Diebstahlgefahr von Laptops oder Smartphones und persönlichen Gegenständen (73 Prozent)
  • der fehlenden Büroeinrichtung, darunter Drucker, Fax und Kopierer (70 Prozent)
  • Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Befragten sind der Meinung, dass Cafés für Kundengespräche absolut ungeeignet sind.
  • Darüber hinaus befürchten Berufstätige in Österreich, dass sich laute Gespräche und Hintergrundgeräusche negativ auf ihre Produktivität (64 Prozent) und Telefonate (62 Prozent) auswirken.
Auch in der Schweiz und in Deutschland (beide 87 Prozent) zählen der schlechte Datenschutz und die eingeschränkte Privatsphäre zu den größten Knackpunkten. Auf dem zweiten und dritten Platz steht in Deutschland die störende Geräuschkulisse, die sich negativ auf die Produktivität (76 Prozent) und Kundengespräche (75 Prozent) auswirkt. Für Schweizer Beschäftigte sind die Diebstahlgefahr von Geräten oder persönlichen Gegenständen (77 Prozent) sowie die laute Umgebung (75 Prozent) zwei weitere erhebliche Nachteile. Alisa Kapic, Country Manager Austria bei Regus dazu: „Trendigen Managern zufolge sind Cafés immer beliebtere Arbeitsplätze. Gegen gelegentliche Besuche ist auch nichts einzuwenden. Unsere aktuelle Umfrage zeigt jedoch, dass Cafés als langfristige Arbeitsplätze absolut ungeeignet sind. In der letzten Regus-Studie zu dem Thema gaben 72 Prozent aller Befragten zwar an, dass flexibles Arbeiten eine höhere Produktivität ermöglicht. Doch das bezog sich allein auf professionelle Geschäftsumgebungen. Unsere Beobachtungen zeigen: Oft nehmen Firmen unsere Dienste erst in Anspruch, nachdem sie schlechte Erfahrungen mit anderen flexiblen Lösungen gemacht haben. Eine produktive Arbeitsumgebung zwischen Kaffeetassen und Kuchentellern ist einfach nicht möglich. “Hinweise an die RedaktionIm Januar 2013 wurden mehr als 26.000 Beschäftige in über 90 Ländern befragt. Die Teilnehmer stammen aus der Regus Kontaktdatenbank mit über einer Million Geschäftskontakten, darunter zahlreiche Führungskräfte und Geschäftsinhaber auf der ganzen Welt. Sie wurden nach den größten Herausforderungen beim Arbeiten in Cafés befragt. Die Umfrage führte das unabhängige Drittunternehmen MindMetre (www.mindmetre.com) durch.